
Die AUTO ZEITUNG will es wissen und testet "Fahrersitze von 14 Modellen quer durch alle Klassen". Dabei konnte der neue Opel Insignia als Einziger bei allen Kriterien die Bestnote erzielen.
Der Grund: Wer besser sitzt, fährt nicht nur besser. Er tut auch etwas gegen ein "überdurchschnittlich hohes Risiko, Rückenprobleme zu bekommen". Laut Erich Schmitt, Professor für Orthopädie an der Universitätsklinik Friedrichsheim in Frankfurt, treffe dies vor allem diejenigen, die "mehr als 20 000 Kilometer pro Jahr mit dem Auto" fahren.
So punktet der Insignia im Vergleich zu den meisten Modellen mit einer Sitzflächenverlängerung um bis zu 60 Millimeter. Ein wichtiges Kriterium für "Fahrer mit längeren Beinen", da "der Oberschenkel abgestützt wird" und sich der Sitzdruck umso besser verteilt, erläutert Georg Stingel, Geschäftsführer der "Aktion Gesunder Rücken" (AGR), der die Autositze aller Modelle zusammen mit der AUTO ZEITUNG bewertete.
Auch bei der Lehne, der Höhen- und Neigungseinstellung, der Kopf- und Lordosenstütze sowie der elektrischen Einstellung entspricht der Fahrersitz des neuen Opel Insignia voll und ganz den "neuesten medizinischen Erkenntnissen". Denn ein optimaler Sitz zeichne sich durch die "zahlreichen individuellen Einstellmöglichkeiten" aus, so Stingel. Dafür wird ihm das Gütesiegel des AGR verliehen. Dieser kostet im Insignia 350 Euro Aufpreis, beim Sport-Modell ist der Premium-Sitz, dessen Entwicklung 50 Millionen Euro kostete, inklusive.
Das Fazit der Redakteure: "Wer sich in ein Auto setzt, ohne den Sitz anzupassen, gefährdet seinen Rücken. (…) Achten Sie daher beim nächsten Auto auf einen ergonomischen Sitz." Opel zeige, dass "ein Umdenken begonnen" hat.