Zu schnell im Kreisverkehr

16.01.2015

Im Kreisverkehr gilt das Vorfahrtsrecht. Trotzdem muss die Geschwindigkeit angepasst und auf andere Verkehrsteilnehmer geachtet werden. Kommt es nach einem Missverständnis zur Kollision, trägt die Schuld derjenige, der zu schnell unterwegs war.

 

Im konkreten Fall bogen zwei Fahrer nahezu zeitgleich in den Kreisverkehr ein, weshalb nach der Kollision die Schuldfrage offen blieb. Das Landgericht Mönchengladbach zog den schnelleren der beiden, der rund 50 km/h auf der Uhr hatte, zur Verantwortung. Jeder hätte sich auf das Einbiegen des anderen einstellen müssen und dazu gehöre es, die Geschwindigkeit anzupassen. Dieser Entscheidung schloss sich das OLG Düsseldorf an (Az 11 O 410/11).