Teures Ausland-Abenteuer

13.03.2015

Bei einem Mietwagen der höheren Preisklasse wurde ausdrücklich vereinbart, dass nur Fahrten in Deutschland und Österreich zugelassen sind. Der Nutzer hielt sich nicht daran und reiste nach Italien. Den Grenzübertritt registrierte der Anbieter via GPS-Ortung. Um den vermeintlichen Diebstahl zu vereiteln, sollte eine spezielle Software das Fahrzeug über Funk stilllegen. Ein Abschleppdienst wurde mit der Rückholung beauftragt. Alles umsonst – die Stilllegung hatte nicht funktioniert und der Mieter gab den Wagen zum vereinbarten Zeitpunkt zurück. Allerdings wurden ihm sämtliche bei der Aktion entstandenen Kosten berechnet, ein Betrag von nahezu 5.000 Euro. Zu Recht, wie das Amtsgericht München urteilte. Schließlich wurden Vertragsvorgaben nachweislich verletzt (AG München, Az 182 C 21134/13).