Vorsicht Bruder Leichtfuß

13.02.2015

Obwohl sie an Zebrastreifen Vorrang haben und Autofahrer gerade bei eingeschränkter Sicht mit ihnen rechnen müssen, dürfen Passanten ihr Vorrecht nicht erzwingen. Vorsicht statt Sorglosigkeit heißt die Devise. So begründete das Oberlandesgericht Celle die Entscheidung, einem Fußgänger 25 Prozent der Schuld am Unfall zuzuweisen. Der Mann lief am Zebrastreifen unvermittelt auf die Straße – direkt vor einen Wagen mit 40 km/h auf dem Tacho. Wegen Dunkelheit, Regen und einer Baustelle konnte der Autofahrer die Gestalt erst aus einer Entfernung von 15 Metern erkennen. Da kam jede Vollbremsung zu spät (OLG Celle, Az 14 U 14/13).