Opel gewinnt den begehrten „VDA Logistik Award 2015“

04.02.2015

Preisverleihung in Leipzig: Jury-Chef Prof. Dr. Wolfgang Stölzle (links) und VDA-Präsident Matthias Wissmann (rechts) überreichen Michael Scholl, Director Supply Chain bei Opel, den „VDA-Logistik-Award 2015“.

Rüsselsheim/Leipzig. Opel ist erneut für seine Innovationskraft ausgezeichnet worden. Auf dem 3. Forum Automobillogistik in Leipzig überreichte der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Stölzle den „VDA Logistik Award 2015“ an Michael Scholl, Director Supply Chain bei Opel. Der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) hat den Preis bereits zum achten Mal an ein Unternehmen verliehen, welches mit seiner Logistik-Lösung als Vorbild für andere Unternehmen der Automobilindustrie dienen kann.

 

„Unser System unterstützt die flexible und termingetreue Erfüllung der Kundenwünsche ebenso wie die Optimierung der Wertschöpfungskette und des Fertigungsprogramms. Auf sich ändernde Bedingungen können wir bei voller Transparenz schnell und flexibel reagieren “, erklärte Michael Scholl bei der Preisverleihung in Leipzig.

 

Fahrzeugaufträge und Materialversorgung – das sind die beiden zentralen Arbeitsebenen der Logistiker in der Automobilbranche. Bei Opel gelang es, diese beiden Bereiche organisatorisch und prozesstechnisch intensiv zu vernetzen. Das Besondere am neuen System: Eingehende Auto-Aufträge für die Fertigungswerke werden unter simultaner Berücksichtigung der Materialverfügbarkeit – speziell der Materialpipeline von Lieferanten in Übersee – in Echtzeit gesteuert. Dadurch findet die Order-Einplanung nicht mehr sequentiell, sondern integriert statt. Und es kann schneller reagiert werden, wenn sich Rahmenbedingungen ändern.

Starke Mannschaftsleistung: Die Gastgeber des „VDA Logistik Awards 2015“, Prof. Dr. Wolfgang Stölzle und Matthias Wissmann, mit dem erfolgreichen Opel-Team von Michael Scholl, Director Supply Chain.

„Diese innovative Lösung ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wir bei Opel umparken und unsere Unternehmenskultur verändern. Wir haben Organisationsstrukturen aufgebrochen und mit einem bereichsübergreifenden Team ein System eingeführt, das uns höchste Flexibilität ermöglicht – ganz im Sinne unserer Kunden“, ergänzte Katherine Worthen, Geschäftsführerin Einkauf und Logistik der Opel Group.

 

Die Vorteile sind zahlreich: Transparenz, Flexibilität, niedrigere Materialbestände und die Reduzierung von Material-Sondertransporten stehen dabei ganz oben. Vom neuen System hat nicht nur das Unternehmen Vorteile, sondern auch der Kunde: Termine bei der Fahrzeugauslieferung können noch exakter eingehalten werden.

 

Das System wurde von einem bereichsübergreifenden Opel-Team aus Logistik, Materialwirtschaft, Auftragsmanagement und IT in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister Flexis AG aus Stuttgart entwickelt. Es ermöglicht einen Vorschauhorizont von 40 Wochen und berücksichtigt rund 45.000 Teilenummern für aktuell 20 Opel-Modelle, die in sieben europäischen Produktionswerken gefertigt werden.