50 Jahre Werk Kaiserslautern: Opel feiert mit einem Tag der offenen Tür

09.07.2016

  • Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing zu Gast
  • Exklusive Einblicke in die hochmoderne Produktion für die 15.000 Besucher
  • Große Oldtimer-Ausstellung und Probefahrten mit neuen Opel-Modellen
Die rheinlandpfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratuliert dem Mitarbeitern in Kaiserslautern zum Jubiläum des Standorts: „Das Werk ist ein ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region“. Auf der Bühne hören zu (von rechts nach links): Opel Group-Finanzchef Michael Lohscheller, Betriebsratsvorsitzender Lothar Sorger, Kaiserslauterns Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel, Irene Schulz, IG Metall-Geschäftsführerin in Rheinland-Pfalz und Werksleiter Manfred Gellrich.

Rüsselsheim/Kaiserslautern. Runder Geburtstag in der Pfalz: Opel hat sein 50-jähriges Jubiläum am Standort Kaiserslautern mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Mehr als 15.000 Besucher strömten bei sommerlichen Temperaturen auf das Opel-Werksgelände. Opel Group-Finanzchef Michael Lohscheller begrüßte die zahlreichen prominenten Gäste, darunter die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. „Als Zentrum der Komponentenproduktion ist der Standort Kaiserlautern ein wesentlicher Bestandteil der Produktoffensive von Opel mit 29 neuen Modellen bis zum Jahr 2020. Deshalb werden wir hier – wie angekündigt – auch weiter investieren“, sagte Lohscheller.

 

Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hob die Bedeutung des Standorts hervor: „Opel ist mit der Stadt Kaiserslautern sehr tief verwurzelt. Mit weit mehr als 2.000 Beschäftigten ist das Werk auch für die gesamte Region ein ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor – und das schon seit einem halben Jahrhundert. Es freut uns sehr, dass es auch in Zukunft weitere Investitionen gibt, mit denen die Zukunft des Standorts gesichert wird.“

 

Werksleiter Manfred Gellrich freute sich über die vielen Besucher und die herzlichen Glückwünsche. „Das ist ein großartiger Tag für unsere Belegschaft und eine Bestätigung für unser Werk, das sich in den vergangenen Jahrzehnten hervorragend entwickelt und viele komplexe Produktanläufe gemeistert hat.“

 

„Zahlreiche Umbauten und überall sichtbare Investitionen zeigen, das Werk Kaiserslautern ist die zentrale Drehscheibe für Komponenten von Opel/Vauxhall in Europa. Harte Arbeit, Zuverlässigkeit und Engagement der Belegschaft prägten die Geschichte des Standortes. Das sind gute Voraussetzungen auch für die Zukunft“, sagte Betriebsratsvorsitzender Lothar Sorger.

 

Blick übers Werk und hinter die Kulissen

Opel Group-Finanzchef Michael Lohscheller hebt die Bedeutung des Standorts Kaiserslautern hervor: Das Werk sei ein wesentlicher Bestandteil der Produktoffensive. Deshalb bekräftigte Lohscheller auch die Investitionszusagen.

Den gesamten Tag über bot Opel auf seinem Werksgelände ein vielseitiges Rahmenprogramm. Die rund 15.000 Besucher erhielten unter anderem die seltene Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Produktion zu werfen – etwa in die Hallen der hochmodernen Karosserie-Komponentenfertigung, in die Produktion der Sitzstrukturen und Achsen sowie in das Presswerk. Auch die Ausbildungswerkstatt feierte mit und informierte die jungen Besucher über die Möglichkeiten des Berufsstarts am Opel-Standort Kaiserslautern.

 

Natürlich durften bei der 50-Jahr-Feier auch die schönsten Modelle des Automobilherstellers aus dieser Zeit nicht fehlen. Die Gäste erwartete eine Reihe von Opel-Klassikern, für die das westpfälzische Werk in den vergangenen fünf Jahrzehnten Komponenten geliefert hat. Autofans kamen auch bei Probefahrten mit den Bestsellern des aktuellen Produktportfolios auf ihre Kosten.

 

Neben der zentralen Veranstaltungsbühne sowie zahlreichen Ständen von Vereinen, Verbänden und Institutionen aus der Region gab es auch ein buntes Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein. Und wer all seinen Mut zusammennahm, konnte sich mit dem Teleskoparm des Werksfeuerwehrwagens in schwindelerregende Höhen hieven lassen. Dabei erwartete die Besucher ein außergewöhnlicher Blick über die Werksgrenzen hinaus. So wurde der Tag der offenen Tür zum Erlebnis für die ganze Familie.

 

Kaiserslautern: Ein Erfolgsfaktor für das Unternehmen

Kaiserwetter in Kaiserslautern: Der strahlende Sonnenschein lockte tausende Menschen ins Opel Werk. Gemeinsam wurde das Jubiläum des Standorts mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Die Besucher konnten unter anderem auch hinter die Kulissen der hochmodernen Produktion in Kaiserslautern blicken.

Mit der Eröffnung des Werks in Kaiserslautern am 3. Juni 1966 startete Opel in eine neue Ära. Fahrwerksteile wie Gelenkwellen, Kupplungen, Lenkgetriebe oder Stoßdämpfer wurden hier produziert und anschließend in die Fahrzeug-Montagewerke geliefert. Weit mehr als 2.000 Mitarbeiter kurbelten von Anfang an die Konjunktur am westpfälzischen Standort an – und seitdem ist Opel zu einem festen Bestandteil der Stadt und der Region geworden.

 

Opel in Kaiserslautern versorgt seither auch die Schwesterwerke im europäischen Produktionsverbund mit Fahrzeugkomponenten und machte sich unternehmensintern schnell einen Namen als zuverlässiger Partner, der Fahrzeug-Komponenten in stets höchster Qualität liefert. Mehr als neun Millionen Motoren wurden bis heute in Kaiserslautern gefertigt; dazu kommen rund 19 Millionen Achsen sowie knapp 39 Millionen Sitzstrukturen. Neben der jüngsten Zweiliter-Dieselmotoren-Generation fertigt das Werk Kaiserslautern unter anderem die Mehrzahl der Karosseriekomponenten für das europäische „Auto des Jahres 2016“, den neuen Opel Astra.

 

Basis des langfristigen Erfolgs sind Investitionen in das Werk. In Kaiserslautern flossen erst kürzlich rund 130 Millionen Euro in die Fertigung neuer Komponenten. Installiert wurde modernste Fertigungstechnik, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern und dem Werk langfristige Perspektiven zu geben. Im November 2014 hatte das Rüsselsheimer Unternehmen zudem angekündigt, insgesamt mehr als 500 Millionen Euro in die Motoren- und Getriebe-Produktion in Kaiserslautern, Rüsselsheim und im polnischen Tichy zu investieren.