Der ökonomische Aufschwung und die Aufbruchstimmung der 1960er Jahre wurden von Opel mitgestaltet. Die Menschen konnten und wollten sich wieder etwas leisten. Und ihre größten Wünsche waren ein Fernseher und ein Auto! Die Produktions- und Entwicklungskapazitäten wurden ausgebaut. Zunächst fuhr der neue Opel Kadett ab 1962, dem Jahr des 100-jährigen Jubiläums, im neuen Werk in Bochum vom Band. Nur vier Jahre später folgten das Komponentenwerk in Kaiserslautern sowie das Testzentrum im hessischen Dudenhofen.
Das neue Jahrzehnt prägte ein neues Opel Design: Neue Sachlichkeit und gewohnte Zuverlässigkeit standen im Vordergrund, freilich mit der vielleicht schönsten sportlichen Variante, dem Opel GT. Zunächst als Designstudie auf der IAA 1965 vorgestellt, startete 1968 die Serienproduktion. Und bald wusste ganz Deutschland: "Nur Fliegen ist schöner!".
Bereits am Beginn dieses Jahrzehnts setzte Opel Zeichen: Die neue Opel Rekord P2 Limousine war eher sachlich-elegant und der Kofferraum wurde erheblich größer.
Opel stellte 1961 das sportliche Opel Rekord Coupé vor. Es war ausgestattet mit praktischen Details wie Liegesitze, Rückfahrscheinwerfer, Lichthupe und Doppeltonhorn. Das Coupé wurde zwei Jahre gebaut und fand über 33.000 Käufer.
Der Bestseller: In dem völlig neuen Werk, 1962 in Bochum eröffnet, wurde zunächst der neue Opel Kadett gebaut. Im Ruhrgebiet gab es ausreichend Platz und durch die Zechenkrise auch genügend Facharbeiter. Der Slogan "Ein neues Auto aus einem neuen Werk" demonstrierte das Selbstbewusstsein von Opel. 1966 verließ bereits der einmillionste Opel Kadett die Werkshallen.
1963 war eines der besten Jahre für Opel. Das Unternehmen produzierte über 550.000 Autos, darunter auch den neuen Opel Rekord A.
Opel stellte 1964 die "Großen Drei" vor: Kapitän, Admiral und Diplomat V8, die repräsentativen Flaggschiffe der Modellpalette, die genau den Zeitgeist und den Geschmack der Kunden trafen.
Die Top-Version, der Opel Diplomat, kostete in der Basisversion 17.500 Mark. Zum rarsten Opel Modell wurde das Coupé V8 mit dem 5,4 Liter-Motor, der 169 kW (230 PS) leistete. In Einzelanfertigung entstanden insgesamt nur 304 Exemplare.
Eine weitere Innovation: Der Opel Commodore A, Coupé, der 1967 präsentiert wurde, kombinierte die Alltagstauglichkeit des Opel Rekord mit dem Temperament eines Sechszylinders.
Auch bei den Nutzfahrzeugen ging es bei Opel weiter bergauf. Der ab 1960 gebaute Opel Blitz 1,9-Tonner war einer der flottesten Kleinlaster im Lande. Bis zur Ablösung durch einen attraktiv gestylten Kurzhauber 1965 wurden 44.000 Exemplare des agilen Transporters verkauft.